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Tischtennisverein aus Kirchhain erkundet das ober- und unterirdische Kassel

vor 2 Stunden
1 Min. Lesezeit

Führung durch den Bergpark
Führung durch den Bergpark

Ungewöhnliches Ausflugsziel für den TTC Eintracht 1969 Burgholz-Kirchhain: Die Vereinsmitglieder reisten im Rahmen der alljährlichen Vereinsfahrt am 5. September nach Kassel – und tauschten für einen Tag die Tischtennisschläger gegen Helm und Taschenlampe. Mit dabei waren Mitglieder aller Generationen, vom zwei Monate alten bis hin zum 86-Jährigen Vereinsmitglied.

 

Nach der Anreise mit der Bahn ging es bei herrlichem Spätsommerwetter zunächst hoch hinaus: Im UNESCO-Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe erkundete die Gruppe bei einer Führung die weitläufige Parkanlage rund um das Schloss – vorbei an jahrhundertealten Baumriesen, den berühmten Kaskaden und Wasserspielen, die den Park zu einem der eindrucksvollsten Gartendenkmäler Europas machen. Nach einer Stärkung im Café am Schloss wurde es dann „unterirdisch“.

 

Denn der zweite Teil des Tages führte die Vereinsmitglieder buchstäblich in die Tiefe: Ausgerüstet mit Helm und Taschenlampe ging es hinab in zwei ehemalige Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg – den Reichsbahnbunker, einst Schutz- und Arbeitsplatz für Angestellte der Deutschen Reichsbahn, sowie den Viktoriabunker, einen umgebauten historischen Bierkeller. In den engen Gängen und Gasschleusen erfuhr die Reisegruppe eindrucksvolle und zeitgleich bedrückende Details über Bombenangriffe und Luftschutz in Kassel während der 1940er-Jahre – ein Stück Zeitgeschichte, das noch lange nachwirkte.

 

Zum Ausklang des ereignisreichen Tages kehrte die Reisegruppe im traditionsreichen Restaurant Lohmann ein, Kassels ältestem Gasthaus, bevor es mit der Bahn zurück Richtung Heimat ging.

 

Für den TTC Eintracht war die Fahrt nach Kassel damit weit mehr als ein gewöhnlicher Vereinsausflug – eine Mischung aus Naturerlebnis, Geschichte und Gemeinschaft, die allen Mitreisenden in Erinnerung bleiben dürfte.




Text und Fotos: Alexander Trier

Redaktionelle Aufbereitung: Frank Wagner

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