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Gelbes Band signalisiert: Bitte ernten!

  • 23. Sept.
  • 2 Min. Lesezeit

Gelbes Band: Hier darf man Äpfel ernten
Gelbes Band: Hier darf man Äpfel ernten

Jeder, der z.Z. draußen unterwegs ist, registriert, dass die Bäume voller Obst hängen. Das Wetter in der Blütezeit war gut, so dass die Bienen ihrer Bestäubungsarbeit gut nachgehen konnten und Sonne und Regen im Wechsel unterstützten das Ausreifen der Früchte; erst die Kirschen und Mirabellen und jetzt die Pflaumen, Äpfel und Birnen. Viele Obstbäume können die Masse an Früchten kaum tragen. Was liegt näher, als dieses reichhaltige Angebot der Natur zu nutzen!Leider führt die Stadt Kirchhain nicht mehr wie in früheren Jahrzehnten ihre beliebten Obstversteigerungen durch – ältere Kirchhainer und Kirchhainerinnen erzählen noch von den damaligen „Events“. Aber die Stadt Kirchhain versucht jetzt auf andere Weise, das Obst den Kirchhainer Bürgern zugänglich zu machen.

 

Wie im letzten Jahr gibt die Stadt ihre nicht verpachteten Obstbäume zur Ernte frei. Die in Frage kommenden Apfel- und Birnbäume werden durch gelbe Bänder markiert. Das signalisiert: Von diesem Baum dürfen die Früchte ohne Rücksprache für den eigenen Bedarf gepflückt und bereits heruntergefallenes Obst aufgelesen werden.

Die Mitglieder des BUND Kirchhain (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) markieren die Bäume gut sichtbar mit einem gelben Band als Einladung zum Pflücken. Zusätzlich angebrachte Info-Texte informieren über Verhaltensregeln.

Jeder hat durch diese Aktion die Chance, vorhandenes gesundes, ungespritztes Obst zu ernten. Die Verteuerung im Lebensmittelbereich, insbesondere bei Obst und Gemüse, sollte Anreiz genug sein, sich am kostenlosen lokalen Angebot zu bedienen. Vielleicht sind die einzelnen Äpfel und Birnen nicht ganz so ebenmäßig wie die gekauften Früchte, aber ihre Vielfalt an Geschmacksrichtungen und Verwendungsmöglichkeiten ist ungleich größer. Außerdem profitieren Allergiker vom Verzehr alter Lokalsorten, da diese im Gegensatz zu dem gezüchteten Apfelangebot wegen der enthaltenen Polyphenole weniger Allergien auslösen.

 


Baum mit gelbem Band

Auch private Eigentümer von Obstbäumen sind gebeten, sich der Aktion anzuschließen. Wer seine Äpfel, Birnen oder Pflaumen nicht selbst vollständig abernten kann oder möchte, kann mit einer gut sichtbar angebrachten gelben Schleife den Mitmenschen signalisieren, dass er sein Obst mit anderen teilen und vor dem Verderben retten möchte.Da in den vergangenen Jahren wiederholt Beschwerden von Obstbaumbesitzern geäußert wurden, weisen wir gezielt darauf hin: Bitte respektieren Sie, dass nicht markierte Bäume von ihren Eigentümern genutzt werden und deshalb nicht abgeerntet werden dürfen.

 


An folgenden Stellen sind Bäume markiert:(Die Zahlen in Klammern geben die Geodaten an.)

  • Verbindungsweg Langensteiner Straße – Erfurter Straße (gegenüber der Bahnunterführung) (50.826417,8.934423)

  • Fahrradweg entlang der Langensteiner Straße, beidseitig (50.829635,8.944611)

  • Niederrheinischen Straße (außerhalb der Ortschaft), gegenüber des Abzweigs nach Langenstein, rechts in den Wirtschaftsweg abbiegen, dann die nächste wieder rechts. (50.823227,8.956615)

  • Röthestraße oberhalb des Forstamtes (50.833616,8.932605)

  • Bichmannshausen (50.836895,8.939207)

  • Fahrradweg südlich des Kleingartengeländes zwischen Wohra und Mühlenwohra (50.825784,8.912090)


Informationen zur Aktion Gelbes Band

ree

Text und Bilder: Zita Sprengard / BUND Kirchhain

Redaktionelle Aufbereitung: Frank Wagner

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