top of page
  • Autorenbild

Alle Facetten des Chorgesangs präsentiert

MGV Kirchhain feiert 185jähriges Bestehen mit gelungenem Chorfest im voll besetzten Bürgerhaus


Dass man „auch im hohen Alter“ ordentlich und lange feiern kann, das bewiesen die Mitglieder des MGV Kirchhain mit ihrem gelungenen Chorfest zum 185jährigen Bestehen im voll besetzten Kirchhainer Bürgerhaus.


Daran maßgeblich beteiligt waren acht Gastchöre, die alle Facetten des Chorgesangs präsentierten und zunächst erlebten, wie die inzwischen als Chorgemeinschaft Kirchhain/Roßdorf auftretenden Gastgeber mit der gelungenen Humoreske „Die alten Säcke“, eine sketchartigen Anspielung auf das eigene hohe Durchschnittsalter und dem Lied „Ein kleiner Blumenstrauß“ den Abend eröffneten.

Moderiert wurde dieser von Erhard Mörschel, dem 2. Vorsitzender des MGV Kirchhain. Er lieferte – angereichert mit humorvollen Anekdoten aus dem eigenen „Sängerleben“ – erläuternde Hintergrundinformationen zu Titeln und Komponisten der jeweils folgenden Liedbeiträge.


Bei diesen als Dirigent besonders gefordert war Bernhard Wieber, der nicht nur die Chorgemeinschaft Kirchhain/Roßdorf leitet, sondern auch bei der Roßdorfer Chorgemeinschaft „Cantilena“, der Chorgemeinschaft Niederklein/Rüdigheim und der zum Gesangverein „Liederkranz“ Niederklein gehörenden Gruppe „Glee-Vokal“ den Taktstock schwingt. Diese Chöre präsentierten neben volkstümlichen Liedern („Lieder die von Herzen kommen“) u.a. hörenswerte Interpretationen zeitgenössischer Titel wie „Griechischer Wein“ und „One way wind“ bis hin zum Rock-Klassiker „We will rock you“.

„We shall overcame“ war einer der Titel des Gesangvereins „Orpheus“ Wetter unter der Leitung von Ruslana Eidam, zum Repertoire des von Tamara Zitzer geleiteten Männergesangvereins Stadtallendorf gehörten „Lasst die Sorgen“ und „Ein Weinlied“, während der aus einem Projekt der Alfred-Wegener Schule hervorgegangene und von Anna Klein dirigierte Chor „All inclusive“ mit „The edge of Glory“ und dem von Solist Frank Wagner interpretierten Titel „Nur für Dich“ für weitere Glanzlichter sorgte.




Letzteres galt auch für den zahlenmäßig stärksten Chor, den Männergesangverein Niederwald, dessen von Dirigent Klaus Fillsack eingeübte Interpretation der von Hubert von Goisern geschriebenen Ballade „Weit, weit weg“ regelrecht bejubelt wurde.


Und schließlich waren auch noch alte Schlager zu hören. Präsentiert von den „Kirchhain Disharmonists“ mit Keyboarder Wilfred „Sonny“ Sohn und Dirigent Ralf Lippmann, der bei Titeln wie „Fiesta Mexikana“ und „Die kleine Kneipe“ zur Freude des Publikums mehr den Saal denn seinen Chor dirigierte.


Eingebettet in die musikalischen Darbietungen waren die Grußworte der von MGV-Vorsitzendem Heinrich Maus begrüßten Ehrengäste. Dazu zählten aus der Politik Bürgermeister Olaf Hausmann, Stadtverordnetenvorsteherin Helga Sitt und Kreisbeigeordneter Klaus Weber. Sie betonten übereinstimmend die Bedeutung des MGV Kirchhain für das kulturelle Leben in Kirchhain. Sei es mit Auftritten zu den unterschiedlichsten Anlässen oder auch als Veranstalter des legendären Musik-Dämmerschoppens, dem jahrzehntelang größten Kirchhainer Stadtfest.


Ein Grußwort der besonderen Art hatte sich Matthias Bosse, der Schulleiter der Alfred Wegener-Schule ausgedacht. Sich auf der Gitarre selbst begleitend forderte er dazu auf, „in allen Lebenslagen zu singen“, während Pfarrer Georg Kuhhaupt auf die enge Verbindung von Gesang und Kirche verwies.


Karl-Ludwig Bubenheim, Vorsitzender des mit den Sängern eng verbundenen Kirchhainer Wandervereins, warb für Wandern und Singen als gelungene Symbiose freizeitlicher Beschäftigung, ehe der Vorsitzende des Kurhessischen Sängerbundes, Erich Stingel und Vorsitzender Heinrich Maus die zu einem Chor-Jubiäum gehörenden Ehrungen vornahmen. Für 40jährige Vereinstreue und ebenso lange aktive Sängertätigkeit wurden Claus Weber und Helmut Thielemann, für 25jährige aktive MGV-Mitgliedschaft Erhard Mörschel und Anton Pogorzaly ausgezeichnet. Dem Verein seit 50 Jahren als passisve Mitglieder verbunden sind Alfred Heim und Gottfried Sartorius, seit 40 Jahren Günther Schrantz.


Den musikalischen Schlusspunkt unter das über dreistündige kurzweilige Programm setzte schließlich erneut die Chorgemeinschaft Kirchhain-Roßdorf mit dem Ohrwurm „Sierra Madre“, vielstimmig unterstützt durch die von den Jugendfußballern der JFV Ohmtal bestens bewirteten und mit dem Abend sehr zufriedenen Besucher.



 

Text: Achim Bendel

Fotos: Frank Wagner

Redaktionelle Aufbereitung: Frank Wagner


42 Ansichten0 Kommentare

Ähnliche Beiträge

Alle ansehen

Comentários


bottom of page