"Jugend ohne Gott" an der AWS


Am kommenden Freitag feiert das Stück "Jugend ohne Gott" Premiere an der Alfred-Wegener-Schule Kirchhain. Wieder einmal haben sich die Kurse Darstellendes Spiel und Musik zusammengetan, um eine eigene Interpretation auf die Bühne zu bringen. Übrigens – die aktuelle Filmadaption zum gleichnamigen Roman des österreich-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horvath könnt ihr euch derzeit auch im Kino anschauen.


"Das Digitale ist die neue Wirklichkeit. Die Crowd hat immer Recht."

Im Mittelpunkt der diesjährigen Inszenierung steht die Generation Z – die Generation von Facebook, Youtube und Netflix, die Generation des Chattens, Zockens und Shoppens, die die Mobiltelefone auch während des Unterrichts kaum aus der Hand legt und der permanente Gleichgültigkeit vorgeworfen wird.

Repräsentiert wird sie von einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern, deren Lebenseinstellung im Klassenzimmer mit dem Wunsch einer Lehrerin nach einer Bildung, die ethische und humanistische Gedanken über den Unterrichtsstoff hinaus fordert, kollidiert.

Die Klasse wird in ein Zeltlager zu einem erlebnispädagogischen Seminar zur Förderung gruppendynamischer Prozesse geschickt. Dort eskaliert die angespannte Situation und es kommt zu einer Katastrophe, an der ein verwahrlostes Mädchen aus dem Wald nicht ganz unbeteiligt zu sein scheint.

Schülerinnen und Schüler der Kurse Darstellendes Spiel Jahrgang 13, Musik LK Jahrgang 13 und eines Tanzprojekts der Jahrgänge 9 und 11 entwickelten auf der Basis des Romans „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horvath, das bereits kurz nach seinem Erscheinen 1937 ein großer Erfolg wurde, eine ganz eigene, aktualisierte Fassung dieser Geschichte um Leben und Tod. Jede und jeder Jugendliche könnte in diesem Stück gemeint sein, deshalb tragen die auf der Bühne spielenden Schülerinnen und Schüler keine vollständigen Namen, sondern nur einen Anfangsbuchstaben. Der Fisch wird in diesem Stück zum Symbol für eine Bedrohung, die in unserer Zeit gefährlich heraufdämmert: eine Zeit der Kälte und Gefühllosigkeit. Kommt das Zeitalter der Fische? Vervollständigt wird die zeitgenössische Inszenierung durch selbst arrangierte und getextete Songs des Musik-Leistungskurses, die die unterschiedlichen Gefühle der Figuren, ihre Ängste, ihren Egoismus und ihre unbeantworteten Fragen, aber auch die Atmosphäre der Situation aufgreifen und unterstreichen.

„Kommt mit Generation Z das Zeitalter der Fische?“


Karten für die Abendvorstellungen sind zum Preis von 6,- und 4,- € bei Lenis Buchladen, Optik Kempe, sowie im Sekretariat der Oberstufe erhältlich.

Dieser und weitere Termine finden sich auch in unserem Facebook-Veranstaltungskalender

Text: Silke Trux, Torsten Mihr, Frank Wagner

Fotos: Frank Wagner Plakat: AWS

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